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Sonntag, 11. Mai 2014

Alice im Zombieland von Gena Showalter

Was passiert? [Klappentext]


An ihrem 16. Geburtstag sieht Alice "Ali" Bell eine Wolke, die die Form eines weißen Kaninchens hat. Kurz darauf passiert, was Alice nie für möglich gehalten hätte: Ihre Eltern, ihre Schwester und sie werden von Zombies angegriffen. Nur Ali überlebt. Sie zieht zu ihren Großeltern nach Birmingham und fängt an einer neuen Schule an. Um ihre Familie zu rächen, will Ali lernen, Untote zu besiegen. Um zu überleben, muss sie dem undurchsichtigsten Typ der Asher High vertrauen: Cole Holland weiß, wie man Zombies jagt. Aber er selbst hat Geheimnisse; und es scheint, dass die größten Gefahren dort lauern, wo Alice sie am wenigsten vermutet...



Wie fand ich Alice im Zombieland?


Man nehme die klassische "Mädchen an neuer Schule verliebt sich in geheimnisvollen Jungen"-Story und baue sie in eine Welt voller Zombies anstatt Vampiren... So sieht in etwa das Konzept von Alice im  Zombieland aus. 
Versteht mich nicht falsch, grundsätzlich hat mir das Buch gut gefallen. Der Einstieg in die Geschichte ist gelungen: Gena Showalter baut eine idyllische Atmosphäre auf. Ein sonniger Tag, an dem alles wie immer scheint, nachts jedoch alles zerstört wird, woran Alice je geglaubt hat. Insgesamt hat der Romananfang etwas Filmhaftes gehabt. Es wird deutlich, wie sehr Alice ihre kleine Schwester liebt und wie angespannt die Beziehung zu ihren Eltern ist. Mit den nächtlichen Ereignissen wird Alice Leben von Grundauf verändert. Spannung wird aufgebaut, die im Verlauf der Handlung nicht nachlässt. Die grundlegende Idee ist interessant und schön umgesetzt. Die Geschichte um die Zombies ist komplexer als erwartet und es sind mehr Leute involviert als am Anfang gedacht.
Außerdem mochte ich, dass das Buch die Monster nicht verharmlost, es geht gnadenlos zu, wodurch man mit Alice mitleidet und mit wachsendem Interesse ihre Entwicklung beobachtet.
Die Gestaltung der Protagonisten hingegen verlief eher nach Schema-F. 
Alice ist ein unabhängiges, impulsives Mädchen, das weiß, was es will und sich nicht einschüchtern lässt. Sie zerbricht nicht am Tod ihrer Familie, stattdessen stellt sie sich dem Bösen entgegen.
Cole entspricht dem typischen männlichen Hauptcharakter in diesem Genre. Anfangs wirkt er unnahbar und sieht wahnsinnig gut aus, im Handlungsverlauf stellt er sich jedoch als guter Mensch raus, der Alice beschützen will.
Auch wenn das nichts neues ist hat Gena Showalter es ganz gut umgesetzt und es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Vor allem, da es auch interessante Charaktere gibt, wie Kat. Sie wird Alices beste Freundin, und auch wenn sie am Anfang etwas überdreht und seltsam wirkt, erfährt man im Nachhinein einige Dinge über sie und sie stellt sich als tolle Freundin für Alice heraus.
Das Finale war zwar spannend, für meinen Geschmack aber etwas zu hektisch, die Autorin hätte sie etwas mehr Zeit lassen und somit die Spannung noch etwas erhöhen können.
Der Schreibstil hat mir prinzipiell gut gefallen. Er ist an sich flüssig und die Sprache ist den Charakteren angemessen. Allerdings wirkt die Übersetzung an manchen Stellen etwas holprig, man hat anscheinend versucht, sehr nah am Original zu bleiben, was leider nicht ganz gelungen ist.


Fazit:


Alice im Zombieland ist ein spannender und gefühlvoller Auftakt der Reihe mit einer interessanten Idee. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band.


Erschienen bei: MIRA Verlag
ISBN: 978-386278-986-3



Kommentare:

  1. Schöne Rezi. Ich möchte das Buch auch unbedingt lesen <3

    Liebe Grüße
    Jenni

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  2. Hachja, ich will das ja auch unbedingt mal lesen. :)
    tolle rezi ^^

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  3. Hallo!

    An sich, finde ich, klingt es wirklich interessant. Aber ich bin mittlerweile einfach dieses gängige Schema der Hauptprotagonisten leid ): Kann es nicht mehr lesen.
    Mädchen verliebt sich in in unnahbaren Schönling und alles war ja nur ein Missverständnis, der Gute will ihr ja nur helfen und beide haben sich am Ende doch noch gefunden. Habe nur noch das Gefühl, dass die Bücher sich zu stark ähneln, nur das Setting außen herum ist ein anderes.

    Liebe Grüße

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    1. Ja, ich finde das auch ziemlich schade...wenn es wenigstens noch gut gemacht ist, wie zum Beispiel in Obsidian, wo die Lovestory sehr rausgezögert wird (und der Kerl mal wirklich fies ist ;) ) aber so...zum Glück gibt es bei Alice aber noch genug Hintergrund-Story die es interessanter macht :)

      LG

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    2. Jap, wenn die Hauptstory erhalten bleibt, dann kann ich damit leben. Leider verdrängt die Liebe oft nur das eigentliche Geschehen - Finde ich sehr schade.
      Werde mir das "Alice im Zombieland" auf jeden Fall mal genauer ansehen :)

      Liebe Grüße

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  4. Hey :)
    Ich stimme dir absolut und 100% zu. Eine tolle Rezi, die mich komplett überzeugt hätte das Buch zu lesen wenn ich es nicht schon längst getan hätte ;)
    Am 1. Juli erscheint übrigens die Fortsetzung.

    Liebe Grüße,
    Jasi ♥

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